Termin 3: Ersteinstellung am Linearbeschleuniger – die tägliche Bestrahlung

Vor der ersten Bestrahlung werden die endgültigen Filzstiftmarkierungen („Einstellkreuze“), so wie sie von der Physik berechnet wurden, auf der Haut angebracht und mit durchsichtigen Folienpflastern zum Schutz abgeklebt. Danach erfolgt die erste Bestrahlung. Diese dauert etwas länger als die nachfolgenden, da in Anwesenheit eines Medizin-Physikers und eines Arztes nochmals alle Einzelheiten sorgfältig überprüft und zur Kontrolle der Bestrahlungsfelder spezielle Feldkontrollaufnahmen angefertigt werden.

Die weiteren Bestrahlungen werden durch besonders ausgebildete Fachkräfte, sogenannte Medizinisch-Technische-Radiologie-Assistentinnen (MTRAs) durchgeführt. Pro Behandlung verbringen die meisten Patienten pro Tag ca. 5 – 10 Minuten auf dem Bestrahlungstisch. Nur in sehr komplizierten Fällen mit sehr hohen Bestrahlungsdosen (Stereotaxie) und aufwendiger Bildgebung vor Beginn der Bestrahlung (IGRT) beträgt der Zeitaufwand mehr als 15 Minuten.

Was sind die Ziele der Strahlentherapie, wie ist der Wirkungsmechanismus?

Ziel der Behandlung ist es die Tumorzellen zu zerstören. Abhängig vom Ausmaß der Erkrankung bildet sich die Tumorgeschwulst entweder vollständig zurück, verkleinert sich oder wird im Wachstum gebremst. Dadurch kann dann je nach Ausgangssituation die Heilung erreicht, oder zumindest bestehende Symptome, wie z. B. Schmerzen, gelindert werden.

Je nach Tumorart und Ausdehnung umfassen die Bestrahlungsfelder nicht nur die Tumorregion selbst, sondern zusätzlich einen Sicherheitssaum. Bei manchen Tumorarten ist es außerdem erforderlich, die benachbarten Lymphknotenregionen mit zu bestrahlen. Deshalb können Ihnen die Bestrahlungsfelder größer erscheinen, als Sie dies erwartet hätten. Um in der Tumorregion eine wirksame Dosis zu erreichen und das gesunde Gewebe gleichzeitig zu schonen, kann es auch notwendig sein, aufwendige Bestrahlungstechniken über mehrere Felder und mit unterschiedlichen Einstrahlrichtungen anzuwenden. Gegebenenfalls muss im Verlauf der Behandlung ein zweites Planungs- CT durchgeführt werden, z. B. um bei schrumpfendem Tumor die Felder zu verkleinern. Dies dient dem Zweck, eine optimale und möglichst schonende Behandlung für Sie zu gewährleisten.

Wie häufig wird bestrahlt?

Diese Frage lässt sich hier nicht pauschal beantworten, hängt sehr vom Einzelfall ab und wird im Aufklärungsgespräch mit Ihnen besprochen. Üblicherweise wird einmal am Tag, fünfmal pro Woche bestrahlt. D. h. an den Wochenenden findet keine Bestrahlung statt. In speziellen Fällen kann es sinnvoll sein, zweimal täglich zu bestrahlen. Die gesamte Behandlungszeit variiert stark je nach Behandlungsfall und kann von einer einmaligen Bestrahlung bis zu einer 8-wöchigen Behandlungszeit betragen. Ihr behandelnder Arzt/Ärztin unserer Praxis wird Sie hierzu im Vorfeld genau informieren.

Habe ich mit Nebenwirkungen zu rechnen?

Wir verfügen über eine hochmoderne technische Ausstattung der neuesten Generation und das Know-how, um Ihre Behandlung nach den neuesten Strategien und Erkenntnissen durchführen zu können. Die Form, Größe und Anordnung der Bestrahlungstechnik wird für jeden einzelnen Patienten individuell berechnet. Die maßgeschneiderte Feldform und die Schonung von gesundem Gewebe in der Nähe der Bestrahlungsregion erfolgt mit speziellen Bleilammellen im Inneren des Bestrahlungsgerätes. So werden die Tumorareale optimal erreicht und gesunde Strukturen so weit wie möglich nicht mitbestrahlt und somit geschont.

Ähnlich wie bei einer Röntgenuntersuchung spüren Sie von der einzelnen Bestrahlung nichts! Es entsteht z. B. auch keine Wärme, wie von manchen Patienten nachgefragt wird.

Wichtig: Sie selbst strahlen nach den Behandlungen nicht!

Auch mit unserer modernen Technik und größtmöglicher Sorgfalt können im Verlauf oder nach Abschluss der Behandlung Nebenwirkungen nicht immer vermieden werden. Diese lassen sich dann mit Medikamenten lindern und bilden sich meistens wieder zurück. Zu eventuellen Nebenwirkungen in Ihrem speziellen Fall und zu den entsprechenden Verhaltensweisen werden Sie im Aufklärungsgespräch ausführlich informiert. Während der Behandlungszeit werden Sie in regelmäßigen Abständen von uns nach Ihrem Befinden befragt. Bei Fragen oder Problemen stehen wir Ihnen grundsätzlich gerne zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich dann an unsere Mitarbeiter, die dann den behandelnden Arzt /Ärztin informieren.

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