FAQ / Häufige Fragen zur Bestrahlung in unserer Praxis für Strahlentherapie und Radioonkologie in Bergisch Gladbach

Die Strahlentherapie wirft sicher zahlreiche Fragen auf. Hier haben wir für Sie die häufigsten Fragen zusammengestellt.

Was ist Strahlentherapie?

Die Strahlentherapie ist eine moderne lokale Behandlung mit hochenergetischen Röntgenstrahlen und wird sowohl bei gutartigen-, als auch bei bösartigen Erkrankungen eingesetzt.

Wie wirken die Strahlen im Körper?

Die hochenergetische Strahlung erreicht gezielt den kranken Tumorbereich und schädigt die bösartigen Zellen in Ihrer Biologie durch Schädigungen in der Erbsubstanz (DNA), was letztlich zum Absterben der bösartigen Zellen führt.

Hat die Strahlentherapie Nebenwirkungen?

Falls Nebenwirkungen auftreten, sind diese die direkte Wirkung der Bestrahlung am umliegenden gesunden Gewebe in der Nachbarschaft der zu behandelnden Zielregion, d.h. Nebenwirkungen treten, wenn überhaupt, nur in der bestrahlten Körperregion auf. Aufgrund der Reparationsfähigkeit des gesunden Gewebes sind diese akuten Nebenwirkungen aber meist nur vorübergehend und heilen in der Regel folgenlos aus.

Wie lange dauert die tägliche Behandlung und die Gesamtbehandlung?

Die tägliche Behandlung dauert in der Regel 10 bis 15 Minuten, wobei die reine Bestrahlungszeit meist nur 2 bis 5 Minuten beträgt. Die übrige Zeit wird für die genaue Positionierung des Körpers auf dem Behandlungstisch und die Einstellung und Lagerungskontrolle verwendet. Die Bestrahlung findet nur an den Wochentagen von Montag bis Freitag statt und nicht an Wochenendtagen oder Feiertagen.
Die gesamte Behandlungszeit variiert stark je nach Behandlungsfall und kann von einer einmaligen Bestrahlung bis zu einer 8-wöchigen Behandlungszeit betragen. Ihr behandelnder Arzt/Ärztin unserer Praxis wird Sie hierzu im Vorfeld genau informieren.

Zu welcher Tageszeit werde ich bestrahlt?

Die täglichen Uhrzeiten für die wiederholten Bestrahlungen stimmen wir mit Ihnen im Vorfeld der Behandlung ab. Dabei versuchen wir gerne, insbesondere abhängig vom Wohnort und anderen beruflichen und familiären Verpflichtungen, Ihren Wünschen für die tägliche Uhrzeit bestmöglich entgegen zu kommen. Haben Sie jedoch Verständnis dafür, falls wir Ihre Wünsche nicht immer unmittelbar sofort erfüllen können, da wir unter Umständen zunächst andere Patienten um eine Verlegung Ihrer Termine bitten müssen. Wir bemühen uns aber stets, das Bestmögliche für unsere Patienten zu erreichen, um Ihnen die Behandlungszeit bei uns so angenehm und stressfrei wie eben möglich zu gestalten.

Strahle ich selbst nach einer Bestrahlung?

Nein – nach der Bestrahlung an einem Linearbeschleuniger senden Sie selbst keinerlei Strahlung ab. Die Bestrahlung findet nur im Strahlenschutzbunker während der eingeschalteten Geräte statt. Anders verhält es sich bei einer Behandlung mit radioaktiven Seeds (Iod125). Diese geben kontinuierlich in einem jedoch sehr begrenzten Radius über einen längeren Zeitraum Strahlung ab.

Findet die Bestrahlung auch an Wochenenden und Feiertagen statt?

Nein – an den Wochenendtagen und Feiertagen findet in aller Regel keine Bestrahlung statt.

Beeinflussen meine Medikamente die Bestrahlung?

Die meisten Medikamente können Sie problemlos während einer Strahlentherapie einnehmen. Wir raten jedoch allen Patienten immer, mit dem behandelnden Arzt/Ärztin unserer Praxis alle Medikamente, die Sie gerade einnehmen, im Vorfeld zu besprechen. Abgeraten wird jedoch während einer Strahlentherapie bösartiger Erkrankungen von der zeitgleichen Einnahme sogenannter „Radikalfänger“ oder auch „Antioxidantien“, da Sie die Wirkung der Bestrahlung an der Krebszelle abschwächen können. Sprechen Sie bitte darüber mit Ihrem behandelnden Arzt/Ärztin unserer Praxis.

Darf ich mich waschen?

Ja, jedoch abhängig von der zu bestrahlenden Körperregion nur eingeschränkt. Bei einer Bestrahlung in tiefer gelegenen Körperregionen ist in der Regel keine Einschränkung des Waschens erforderlich. Bei oberflächlichen Bestrahlungen in Hautnähe jedoch, wie zum Beispiel bei der täglichen Bestrahlung der Brustdrüse nach einer brusterhaltenden Operation bei Brustkrebs, kann die Haut empfindlich werden und sollte daher sorgsam behandelt werden. Ihr behandelnder Arzt/Ärztin unserer Praxis wird mit Ihnen über die empfohlene Hautpflege sprechen. Falls Sie Markierungen für die Bestrahlungen auf der Haut haben, sollten Sie diese nicht entfernen. Falls dies dennoch mal passieren sollte, informieren Sie bitte unser Praxisteam und zeichnen Sie diese nicht selbst nach.

Brauche ich einen Termin?

Ja, rufen Sie uns einfach an und wir stimmen mit Ihnen einen kurzfristigen Termin an dem für Sie am besten geeigneten Standort ab! Sie erreichen uns telefonisch täglich unter 02202 – 285480 in der Zeit von 7.30 bis 16 Uhr.

Was muß ich zum ersten Termin mitbringen?

  • Ihre Versichertenkarte,
  • eine Überweisung für die Strahlentherapie,
  • Diagnostische Aufnahmen (CDs),
  • alle Befunde, die Sie besitzen,
  • gerne eine oder mehrere Begleitpersonen (hilft sehr bei der Aufklärung)

Muß ich zur Bestrahlung nüchtern sein?

Nein, in aller Regel nicht. Bei der Bestrahlung wird kein Kontrastmittel verwendet und auch keine Blutanalyse durchgeführt. In seltenen Fällen bei Bestrahlungen im Oberbauch kann es erforderlich sein, den Magen vor einer Bestrahlung nicht füllen zu dürfen zur besseren Schonung des Magens. Dies wird Ihnen jedoch Ihr behandelnder Arzt/Ärztin unserer Praxis im Vorfeld erläutern.

Werden die täglichen Fahrten zur Bestrahlung von den Krankenkassen bezahlt?

Ja, bei Bestrahlungen bösartiger Erkrankungen haben Sie als ambulanter Patient einen Anspruch auf Kostenerstattung der täglichen Fahrten zur Bestrahlung, entweder in Form einer Kilometerpauschale bei eigener PKW-Fahrt oder in Form einer Kostenerstattung der Taxi- oder Krankentransportfahrten. Wir kümmern uns gerne bei Ihrem ersten Termin um alle Formalitäten. Sie müssen sich nicht im Vorfeld bei Ihrer Krankenkasse erkundigen.

Habe ich Anspruch auf eine Beförderung mit dem Taxi oder einem Krankentransport?

Ja, eine ambulante Bestrahlung einer bösartigen Erkrankung rechtfertigt immer die tägliche Beförderung mit einem Taxi oder gegebenenfalls auch mit einem Krankentransport. Wir händigen Ihnen hierzu die erforderlichen Scheine aus. Sie dürfen natürlich auch selbst mit dem eigenen PKW oder öffentlichen Verkehrsmitteln zur täglichen Bestrahlung kommen, sofern die Erkrankung Ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten nicht nennenswert einschränkt. Sprechen Sie hierzu bitte Ihren behandelnden Arzt/Ärztin unserer Praxis.

Bin ich nach einer Bestrahlung fahrtüchtig?

Ja, die Bestrahlung selbst hat in aller Regel keine negativen Einflüsse auf das Reaktionsvermögen. Jedoch können begleitende Medikamente oder andere Krebstherapien die Fahrtüchtigkeit einschränken. Sprechen Sie dazu bitte im Vorfeld der Strahlentherapie Ihren behandelnden Arzt/Ärztin unserer Praxis.

Wird eine Bestrahlung ambulant oder stationär durchgeführt?

In unserer Praxis für Strahlentherapie findet in der Regel eine ambulante Bestrahlung statt. Sollte jedoch aufgrund einer medizinischen Notwendigkeit ein stationärer Aufenthalt erforderlich sein, so kann die Bestrahlung auch unter stationären Bedingungen fortgeführt werden. Selbstverständlich kann auch bei medizinischer Notwendigkeit jederzeit während einer Strahlentherapie von ambulant auf stationär oder von stationär auf ambulant gewechselt werden. Dies entscheiden Ihre behandelnden Ärzte mit Ihnen gemeinsam.

Sollte mich eine Begleitperson zu den täglichen Bestrahlungen begleiten?

Eine Begleitperson ist in den meisten Fällen nicht zwingend erforderlich, erleichtert jedoch zumindest an den ersten Behandlungstagen die Abläufe und mindert Ängste. Gerade ältere Patienten fühlen sich insbesondere an den ersten Tagen der Bestrahlung durch eine Begleitperson sicherer, finden die Wege leichter und lernen schneller die Abläufe verstehen. Sprechen Sie auch hierzu im Vorfeld Ihren behandelnden Arzt/Ärztin unserer Praxis.

Bin ich aufgrund der Bestrahlungen im Alltag eingeschränkt funktionsfähig?

Nein, in vielen Fällen nicht. Manche Patienten berichten jedoch über eine meist erst Stunden nach der erfolgten Bestrahlung einsetzende Müdigkeit, die unter Umständen die Alltagstauglichkeit einschränken kann.

Jedoch können mit zunehmender Wahrscheinlichkeit im Verlaufe einer mehrwöchigen Strahlenbehandlung mögliche akute Nebenwirkungen die Alltagstauglichkeit immer mehr einschränken, dies stark abhängig vom individuellen Fall mal mehr mal weniger. Sprechen Sie hierzu bitte im Vorfeld unbedingt Ihren behandelnden Arzt/Ärztin unserer Praxis.

Muß ich eine Hormon-, Immun- oder Chemotherapie während der Strahlentherapie pausieren?

Nein, in den meisten Fällen nicht, wobei jedoch insbesondere eine Chemotherapie unter Umständen während einer Strahlentherapie pausiert oder in der Dosis reduziert werden muss, um stärkere Nebenwirkungen zu vermeiden. Hierzu wird Sie Ihr behandelnder Arzt/Ärztin unserer Praxis im Vorfeld ausführlich informieren und dies mit den Fachkollegen abstimmen.

Ihre Frage nicht dabei?

Kein Problem, nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf. Rufen Sie uns an, oder notieren Sie Ihre Fragen für Ihr erstes Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt/Ärztin unserer Praxis oder senden Sie uns einfach eine Email und wir beantworten Ihre Fragen so schnell wie möglich.

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